여러분, 안녕하세요?
Diesmal möchte ich euch einfach nur mal von meinen ersten Tagen in Seoul erzählen.
Tag 1:
Die Anreise klappte schonmal ohne größere Zwischenfälle. Der ICE brachte uns ganz brav und pünktlich zum Frankfurter Flughafen und auch hier lief alles reibungslos. Im Flugzeug haben wir erstmal gemütlich Hausschuhe angezogen (die gibt es bei Korean Air im Servicepäckchen dazu und die trägt hier echt jeder) und uns mit Decke und Kopfkissen häuslich eingerichtet. Nachdem uns eine K-Pop Gruppe die Sicherheitshinweise auf dem Monitor vorgetanzt hatte, ging es auch schon los. Der Flug selber ist schon sehr lang. Also so richtig lang. Am Ende hatte ich wirklich jede Sitzposition ausprobiert und mein Hintern tat echt weh.
Der Flughafen in Incheon ist übrigens einer der Schönsten, den ich je gesehen habe und alles geht hier super schnell und unkompliziert. Würde ich einen Flughafen für die Zukunft planen, würde ich mich an diesem hier orientieren, obwohl der Incheon Airport International bereits 2001 eröffnet wurde. Da stinkt unser Berliner Flughafen wirklich dagegen ab.
Die Schule hatte uns auch netterweise ein Abholservice organisiert. Wir waren nur zu blöd uns gegenseitig zu finden. Nach unzähligen Telefonaten und Personen- sowie Standortbeschreibungen hatte es dann aber doch noch geklappt. Der Fahrer war so fertig, der musste erstmal eine rauchen. Auf der Fahrt meinte er, die meisten Lehrer die er abholt, können halt besser Englisch. Na daran wird es wohl gelegen haben. ;-D
In unserem kleinen Gästehaus angekommen, passierte aber auch nicht mehr viel. Essen, duschen und gute Nacht.

Tag 2:
Also wir Deutschen haben es ja noch nicht so mit Klimaanlagen. Aber hier geht es wirklich nicht ohne. Das Klima gleicht einer Waschküche. Nur mit der richtigen Einstellung sind Benny und ich uns noch nicht einig. Ich lag die halbe Nacht wegen des Jetlags wach und habe bei Kühlschranktemperaturen gefroren. Er hat selig geschlafen.
Wir sind heute nach Itaewon gefahren und haben uns meine zukünftige Wohnung von außen angeschaut. Ich glaube, ich habe alles richtig gemacht. Alleine schon die Treppe zum Haus ist so schön. Am 1. August darf ich einziehen. Meine Vormieterin hat mit mir schon eine Roomingtour per Video gemacht und sich super viel Mühe mit allem gegeben. Übrigens ist das Mietsystem in Korea ein völlig anderes als in Deutschland. Wenn ihr etwas darüber wissen wollt und vielleicht auch, wie man hier so wohnt, dann schreibt es in die Kommentare. Ich mache dazu gerne mal einen informativen Blogbeitrag.
Ansonsten haben wir noch das Viertel erkundet. Wo kann man gut einkaufen, wo gut Essengehen? Aber eigentlich kann man auch alles nach Hause bestellen und muss die Wohnung nie verlassen. Hier gibt es unzählige Lieferboten, die mit ihren Motorrollern das Stadtbild prägen und echt durch die kleinsten Gassen geschossen kommen.

Der letzte Stopp war meine neue Schule. Wollte mal sehen, wie weit mein Schulweg ist. Nach neun Jahren Pendelei zwischen zwei Bundesländern und unzähliger, verlorengegangener Lebenszeit, die ich mit Warten auf Bahnsteigen verbracht habe, war mir dieser Punkt besonders wichtig. Meine tägliche Fahrtzeit schrumpft nun von drei Stunden täglich auf 40 Minuten. Bisher also alles richtig gemacht.
Weiter geht es in Teil 2 in den nächsten Tagen.
Über Feedback und Anregungen, was ihr so alles wissen wollt und über was ich schreiben soll, würde ich mich sehr freuen.
Eure Nine
Arrival – Part 1
여러분, 안녕하세요?
This time, I just want to tell you about my first days in Seoul.
Day 1: The journey went smoothly without major incidents. The ICE (high-speed train) took us to Frankfurt Airport reliably and on time, and everything went smoothly there as well. On the airplane, we comfortably put on the slippers (they come in the amenity kit provided by Korean Air, and everyone wears them here) and made ourselves at home with a blanket and a pillow. After a K-Pop group danced the safety instructions on the monitor, we were on our way. The flight itself is really long. I mean, really, really long. By the end, I had tried every seating position, and my bottom was really sore.
By the way, Incheon Airport is one of the most beautiful airports I have ever seen, and everything here is super fast and uncomplicated. If I were to plan an airport for the future, I would take inspiration from this one, even though Incheon Airport International was already opened in 2001. It puts our Berlin airport to shame.
The school had kindly organized a pick-up service for us. We were just too dumb to find each other. After countless phone calls and descriptions of people and locations, we finally managed to connect. The driver was so exhausted; he had to have a smoke first. On the way, he mentioned that most of the teachers he picks up can speak English better. Well, that must have been the reason. ;-D
After arriving at our small guesthouse, not much else happened. We had some food, took showers, and went to bed. Good night.
Day 2:
Germans aren’t big fans of air conditioning. But here, you can’t do without it. The climate is like a laundry room. Benny and I still haven’t agreed on the right settings. I spent half the night awake due to jet lag and freezing at refrigerator temperatures. He slept blissfully.
Today, we went to Itaewon to take a look at my future apartment from the outside. I think I made the right choice. Even the staircase to the house is beautiful. I can move in on August 1st. My previous tenant already took me on a video tour of the room and put a lot of effort into everything. By the way, the rental system in Korea is completely different from Germany’s. If you want to know more about it and how living here is like, let me know in the comments. I’ll be happy to write an informative blog post about it.
Besides that, we explored the neighborhood. Where can you shop? Where are the good places to eat? But honestly, you can also order everything home and never have to leave the apartment. There are countless delivery riders on their scooters, shaping the cityscape as they zoom through the narrowest alleys.
The final stop was my new school. I wanted to see how far my daily commute would be. After nine years of commuting between two states and countless lost hours waiting on train platforms, this point was particularly important to me. Now, my daily travel time is reduced from three hours to 40 minutes. So far, I seem to have made all the right choices.
Stay tuned for Part 2 in the coming days. I would greatly appreciate your feedback and suggestions on what you’d like to know and what I should write about.
Yours truly, Nine


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